Die besten Gründe, warum man nachhaltig investieren sollte

31. Mai 2022: Einst ein Nischenbereich, ist nachhaltiges Investieren heute ein schnell wachsendes Marktsegment. Allein in Österreich stiegen die privaten Investitionen in nachhaltige Fonds im Jahr 2021 um mehr als 78%. Regulierungen, wie die EU-Taxonomie und der EU-Aktionsplan für nachhaltige Finanzen, die vor allem grüne Investitionen zur Norm machen wollen, treiben die nachhaltige Investitionslandschaft voran. Aber genug von Regulierungen und Statistiken! Wir haben uns gefragt, was die persönliche Motivation hinter dem Nachhaltigem Investieren ist. Daher hat ESG Plus bei Ihren CLEANVEST User*innen nachgefragt.

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Nachhaltige Investments liegen im Trend

Bevor wir beginnen, was ist CLEANVEST?

Die Fondstransparenzplattform CLEANVEST.org wurde von ESG Plus entwickelt, und bietet Privatanleger*innen die kostenlose Möglichkeit, Anlageprodukte anhand von 10 Nachhaltigkeitskriterien zu überprüfen. Durch die Auswahl der Kriterien, die einem am Herzen legen, kann das eigene Geld leicht in die Erreichung der ganz persönlichen Nachhaltigkeitsziele angelegt werden.

Kommen wir nun zum zentralen Thema, nämlich die Beweggründe hinter Nachhaltigen Investieren zu verstehen:

Eine positive Wirkung/Impact anstreben

Es überrascht nicht, dass die meisten der von uns befragten CLEANVEST-User*innen danach streben, mit ihrer Investitionsentscheidung eine positive Wirkung zu erzielen und Unternehmen zu belohnen, die einen positiven Beitrag an Umwelt und Gesellschaft leisten. Sich über die Wichtigkeit für eine besser Zukunft zu engagieren und Probleme, wie den Klimawandel und Menschenrechtsverletzungen, anzugehen, herrscht eine große Einigkeit unter den Befragten.

Probleme wie der Klimawandel sind global, was sie zu einem „wicked problem“ macht – ein Begriff, der auf die Komplexität eines Problems hinweist, das schwer zu lösen ist. Im Falle des Klimawandels ist keine einzelne Einheit verantwortlich, da das Problem keine Grenzen kennt und uns alle betrifft. Dies ist ein Aspekt, der ihn zu einem „wicked problem“ macht und uns manchmal ein wenig hilflos erscheinen lässt.

Aber unsere User*innen lassen sich davon nicht lähmen und heben die Rolle des Finanzsektors hervor, um genau diese Art von Problemen zu bewältigen. Vor allem die Tatsache, dass jede*r Einzelne durch die Entscheidung, das eigene Geld so anzulegen, dass es sich positiv auf die Menschen und den Planeten auswirkt, gibt unseren User*innen ein Gefühl der Handlungsfähigkeit. Diese wahrgenommene Wirkung für positive Veränderungen ist bedeutend, um die „wicked problems“ anzugehen.

Dass immer mehr Menschen davon überzeugt sind, wie wichtig nachhaltige Finanzen für einen Wandel hin zu mehr ökologischer und sozialer Gerechtigkeit sind, zeigt allein schon die wachsende Nachfrage der Verbraucher*innen nach nachhaltigen Fonds. So hat sich die Zahl dieser in den letzten Jahren fast verdoppelt. Bereits über 1,7 Billionen Euro an Vermögen wurden in nachhaltigen Fondsprodukten verwaltet.

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Viele Investor:innen beziehen ihr Wertesystem in Finanzentscheidungen mit ein

Übereinstimmung mit persönlichen Werten

Ein weiteres wichtiges Thema für unsere User*innen, ist die Abstimmung ihrer Investitionsentscheidungen mit ihrem Wertesystem. Da die meisten einen nachhaltigen Lebensstil anstreben, sollte dies auch für ihre Investitionen gelten. Diese Einstellung ist kein neues Phänomen mehr. Beispielsweise legen Untersuchungen nahe, dass Millennials zunehmend danach streben, ihre Investitionsentscheidungen mit ihren Werten in Einklang zu bringen.

Langfristige Absicherung

Für CLEANVEST User*innen ist nachhaltiges investieren ein Ausdruck ihrer langfristigen Strategie. Sie soll finanzielle Sicherheit bringen, da die Überzeugung groß ist, dass nachhaltige Anlagen mittel- und langfristig finanziell rentabler sind. Diese Wahrnehmung kann durch Zahlen unterstützt werden, so performen 70% der nachhaltigen Fonds gleich gut oder sogar besser als nicht-nachhaltige. Das heißt in Bezug auf Rendite und Risiko schneiden nachhaltige Fonds sogar besser als konventionelle Fonds ab.

Bist du jetzt auch selbst motiviert, nachhaltig zu investieren? Dann hier noch ein paar kleine Tipps von unseren CLEANVEST User*innen:

Tipps rund ums nachhaltige Investieren

  • Es ist wichtig, dass du dir im Vorhinein klar machst, welche Werte und Erwartungen deine Geldanlage zu erfüllen hat
  • Hinterfrage alle Anlageprodukte kritisch, nur weil diese Nachhaltigkeit im Namen haben, heißt nicht gleich, dass diese den eigenen Nachhaltigkeitsansprüchen entsprechen
  • Es kann helfen, die einzelnen Unternehmen in den Fonds zu überprüfen und sich beispielweise anzusehen, inwieweit Nachhaltigkeit in der DNA der Unternehmen verankert, ist
  • Und natürlich: Überprüfe deine Fonds auf cleanvest.org und lege dein Geld ganz nach dem Motto „Mein Geld für eine bessere Welt!“ an

In diesem Sinne möchten wir uns bei all unseren CLEANVEST-User*innen bedanken, die uns ihre Meinung zu nachhaltigen Investitionen mitgeteilt haben.

Sarah Klimt ist ESG-Researcherin bei ESG Plus und ist zuständig für ESG und SDG-Recherchen sowie Content Creation Support für Marketing und Kommunikation. Bei ESG Plus kann sie ihre Expertise im Bereich nachhaltige Lieferketten und Umwelt Compliance zum Einsatz bringen.

ESG Plus ist ein Sozialunternehmen spezialisiert auf nachhaltige Lösungen für den Finanzmarkt. Das Ziel von ESG Plus ist es globale Kapitalströme mit einem Nutzen für Gesellschaft und Umwelt zu verbinden, denn Geld und Werte gehören zusammen.