Energieimporte treiben Außenhandelsbilanz

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10. Mai 2019: Aufgrund der niedrigen Verfügbarkeit und zugleich hohen Abhängigkeit von fossilen Energien ist Österreich ein Nettoimporteur von Energie. Abzüglich der Exporte fließen jährlich rund 9,5 Milliarden Euro für Öl, Kohle, Gas und Stromimporte aus Österreich ab. In der österreichischen Außenhandelsbilanz ist das der größte belastende Posten.

Die Energieimporte sind zuletzt um knapp 20 % gestiegen, die Exporte lediglich um 17 %. Insgesamt importiert Österreich jährlich Waren im Gegenwert von 155 Milliarden Euro, während es Waren im Wert von 150 Milliarden Euro exportiert. Bereits die Halbierung des Außenhandelsbilanzdefizits im Energiebereich durch den Ausbau erneuerbarer Energien und die Erhöhung der Energieeffizienz würden Österreich einen Handelsbilanz-Überschuss bescheren. Konkret können die Energieimporte durch eine Steigerung des Anteils Erneuerbarer Energien auf etwa 60 % um rund 50 % gesenkt werden, wie Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) vorschlägt. Detailinformationen dazu finden sich im Nationalen Energie- und Klimaplan des EEÖ.

Quelle: EnergieFakten Austria, Erneuerbare Energie Österreich

Florian Maringer ist Geschäftsführer des Dachverbandes Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ), der u.a. die EnergieFakten Austria (EFA) und den Faktencheck Energiewende herausgibt. EFA ist der Newsletter des EEÖ: In regelmäßigen Abständen werden ökonomische, technische aber auch soziale Fakten sowie Informationen rund um die Energiewende in Österreich in einer Grafik aufbereitet und ausgesendet.