Nachhaltig in die Schule: 7 Tipps für einen umweltfreundlichen Schulstart

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31. August 2020: Back to School! Für mehr als eine Million Schüler beginnt im September wieder die Schule. Grund genug, uns Gedanken über nachhaltige Lösungen in der Schule zu machen. Deshalb präsentieren wir euch hier sieben Tipps für einen umweltfreundlichen Schulstart!

Warum wir uns um mehr Nachhaltigkeit im Alltag bemühen? Ganz klar: Damit auch die Jüngsten unter uns in Zukunft die Schönheit unseres Planeten in allen Facetten genießen können. Dafür müssen wir jedoch alle gemeinsam Sorge tragen, im Kreislauf mit der Natur zu leben und unsere Umwelt zu schonen. Übermäßige Müllproduktion und verschwenderischer Umgang mit wertvollen Ressourcen beginnt dabei allerdings oft schon in der Schule: Deshalb präsentieren wir euch in diesem Artikel sieben Tipps für einen umweltfreundlichen und nachhaltigen Schulstart.

Tipp 1: Hochwertige Produkte kaufen
Nicht nur beim Lebensmittel- oder Kleidungskauf solltet ihr auf Qualität achten. Auch die Schulsachen eurer Kleinen sollten eine gewisse Hochwertigkeit aufweisen. Damit ist freilich nicht gemeint, dass es immer die teuerste Option sein muss, allerdings können beispielsweise robustere Stifte, Rucksäcke oder Federpennale den Strapazen des Schulalltags länger standhalten – und so den ersten Schritt für einen nachhaltigen Schulstart bilden.

Tipp 2: Wieder verwenden statt neu kaufen
Hand aufs Herz: Wer von euch hat es auch immer gehasst, die alten Kleidungsstücke vom größeren Geschwisterchen oder vom älteren Nachbarskind tragen zu müssen? Keine Sorge, wir werden euch an dieser Stelle nicht raten, euren Kindern aus der Mode gekommene und abgerockte Cordhosen aufzuzwingen – auch wenn das längst wieder im Trend ist (also secondhand, nicht die Cordhosen). Vielmehr möchten wir euch raten, zuerst im Bekanntenkreis nach bereits benutzten, aber immer noch einwandfreien Schulutensilien zu fragen, bevor ihr sie neu kauft. Das zahlt sich vor allem bei Taschenrechnern, Zirkeln oder Farbmalkästen ganz besonders aus – und die sind zumeist ohnehin für mehrere Generationen gemacht. Und wenn euer Kind diese Gegenstände eines Tages selbst nicht mehr verwendet? Dann bietet sie am besten anderen Kindern an, die sie brauchen können.
Unser oekostrom AG-Tipp: Dieser Tipp für mehr Nachhaltigkeit in der Schule geht am ehesten dann auf, wenn ihr Tipp 1 beherzigt.

Tipp 3: Mehr ist nicht immer mehr
Euer Kind benötigt neue Buntstifte oder Utensilien zum gemeinsamen Basteln? Dann nichts wie auf zum nächsten Geschäft für Büro- und Schulbedarf. Dabei solltet ihr aber darauf achten, nicht über die Stränge zu schlagen. Denn hier gilt: Qualität geht über Quantität. Gönnt euren Kleinen lieber ein paar hochqualitative Utensilien, also zum Beispiel eine schöne Palette an guten Buntstiften, als eine Riesenauswahl an Stiften, deren Farben kaum unterscheidbar sind.

Tipp 4: Nachfüllbare Produkte
Die Lieblingsfarbe im Filzstiftset eures Kindes ist wieder einmal leer – und die Filzstifte gibt es ausschließlich im 50er Set zu kaufen. Ein kniffliger Balanceakt für Eltern: der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit auf der einen Seite und die Zufriedenheit des Schulkindes auf der anderen Seite. Aber keine Sorge, wir haben die Lösung: Dank nachfüllbarer Produkte, wie beispielsweise nachfüllbare Filzstifte, wiederbefüllbare Kleberoller oder befüllbare Tintenpatronen für Füllfedern könnt ihr den Müll, der im Schulalltag entsteht, zu einem gewissen Teil minimieren. Und damit steht dem umweltfreundlichen Schulstart nichts mehr im Weg.

Tipp 5: Recyceltes Papier
In Sachen Tageszeitungen und Taschentüchern ist es glücklicherweise längst Usus – und auch im Schulbereich vermehrt auf dem Vormarsch: recyceltes Papier. Ob als Einlageblätter für Schnellhefter oder in Form von Heften in allen Formaten gibt es die umweltfreundliche Alternative heute überall zu kaufen, wo es Schulbedarf gibt. Hierbei gibt das Umweltzeichen „der Blaue Engel“ Auskunft über die tatsächliche Qualität und die Herkunft des Papiers. Zu beachten sind bei recyceltem Papier nämlich teilweise undurchsichtige Faktoren wie der Altpapiergehalt, die Einhaltung von Schadstoffgrenzen und dass das Papier ohne den Einsatz von Chlor gebleicht wurde.

Tipp 6: Jausenboxen und Trinkflaschen ohne Schadstoffe
Nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch förderlich für die Gesundheit eurer Kleinen ist unser sechster Tipp in Sachen umweltfreundlicher Schulstart. So solltet ihr darauf verzichten, die Jause eurer Kids in Frischhalte- oder Alufolie zu packen und besser auf wiederverwendbare Jausenboxen und Trinkflaschen setzen. Aber auch hier empfiehlt es sich, darauf zu achten, aus welchen Materialien die Produkte bestehen – immerhin könnten bestimmte giftige Inhaltsstoffe unter Umständen in die Lebensmittel und später in den Körper des Kindes übergehen. Sichere – also gesunde und nachhaltige – Alternativen sind zum Beispiel Jausenboxen sowie Trinkflaschen aus Edelstahl oder Glas.

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🖥Vor einiger Zeit stellte eine Reportage über das Thema "Plastik" mein Leben auf den Kopf.😮😮😮😮😮 Zu erfahren dass wir wöchentlich die Plastikmenge in der Größe einer Kreditkarte unbewusst zu uns nehmen, vor Augen geführt zu bekommen welche riesigen Müllberge durch unser Verhalten, unseren Überkonsum, unsere Egal- Einstellung entstehen, zu wissen dass bei 3 jährigen Kindergartenkinder schon Plastik im Harn nachweisbar ist….all diese Tatsachen haben mich kurzzeitig etwas aus der Bahn geworfen. All das was man unbewusst (ich hab mir früher nie Gedanken dazu gemacht) für normal gehalten hat – in dieser Reportage werden einem die Augen geöffnet.😱 Falls du noch nicht weißt von welcher Reportage ich hier schreibe und du aber Interesse hast sie dir anzusehen, kannst du mir gerne eine Nachricht senden (möchte keine Schleichwerbung machen). Ich würde es jeden ans Herz 💚 legen, sich die Zeit dafür zu nehmen, denn es wurde schon viel zu lange weggeschaut🤦‍♀️ Nun war eines sicher: es muss sich etwas ändern, in unserem Haushalt, in unserem Alltag. Nachdem ich mich von vielen Dinge ganz leicht trennen konnte, für vieles eine gesunde und umweltfreundliche Alternative gefunden hatte, bereitete mir eines jedoch ganz große Bauchschmerzen: Plastik im Zusammenhang mit meinen Kindern 😣😟 Für die eigenen Kinder will man nur das Beste. Immer wenn ich daran dachte was ich meinen Kindern unbewusst "angetan" habe, wurde ich traurig. Aber ich war motiviert, dafür eine Lösung zu finden und diese zeige ich euch heute mit diesem Foto: eigentlich ist die Lösung ganz einfach und doch so ungewohnt dass ich unsicher war, ob ich meinem Sohn mit dieser Jausenbox in den KIGA schicken kann – wird er gehänselt, fühlt er sich unwohl? Doch mit dem personalisierten Aufkleber ist die Box der totale Hit! Er ist stolz auf seine Bentobox! 🥰 Eine kleine Veränderung mit großer Wirkung!!! ⚠️Ich will mit diesem Beitrag niemanden kritisieren, sondern motivieren, bereit für Veränderungen zu sein. Macht mit, kleine Dinge können Großes bewirken! 🌱💚 #jausenbox #kindergarten #plastikfrei #zerowaste #gesund #dasbestefürmeinkind #keinekompromisse #bentobox #edelstahl #umweltfreundlich #nachhaltigkeit

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Tipp 7: Die Schultüte selbst basteln
Last but not least: unser liebster Tipp, was einen umweltfreundlichen Schulstart angeht. Die Rede ist von selbstgemachten Schultüten. Denn die gestalten nicht nur den ersten Tag in der Schule nachhaltig, sondern verleihen der Tüte auch eine ganz besondere und individuelle Note. Und das Beste daran: Eure Kinder werden sich noch im Erwachsenenalter daran erinnern, den ersten Schultag mit einer ganz speziellen Schultüte bestritten zu haben.
Unser oekostrom AG-Tipp: Die Schultüte könnt ihr zum Beispiel aus recyceltem Geschenkpapier oder einem Poster mit den Lieblingsmotiven eurer Kids basteln und mit einem Mix aus gesunden und klassischen Süßigkeiten füllen. Außerdem könnt ihr das eine oder andere neue Spielzeug darin verstecken, das mit den Schulkameraden gleich ausprobiert werden kann.

Lukas Lindmeier ist Redakteur für 1000things und den oekostrom AG-Blog. Seinen Weg in die Arbeit bestreitet er für gewöhnlich mit den Öffis oder dem Rad. Außerdem trennt er gewissenhaft Müll, spart Energie und reduziert seinen Fleischkonsum. Und dafür schämt er sich ein wenig: Immerhin könne man noch so viel mehr für die Umwelt tun, sagt er. Was genau, erforscht Lukas in seinen Artikeln.