Nationalparks in Österreich und wie man sie am besten erreicht

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8. Juni 2020: Auf die Türen! Auf in die Natur! Es wird Zeit. Zeit wieder Berg- und Waldluft zu schnappen. Jede Jahreszeit ist Wanderzeit. Abgeschieden vom Stress des Alltags, rein in die Stille der Natur. Dort, wo man seinen GEHdanken leichter Raum geben kann, dort, wo man sich in voller Wucht sich selbst begegnet, gehaltvolle Dialoge mit Gleichgesinnten entstehen, dort lässt’s sich am besten verweilen.

Tja, und welche Orte wie Österreichs Nationalparks würden sich dafür besser anbieten?! Hier unsere Top 3 Nationalparks und wie man sie per Öffis am besten erreicht.

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Foto: Ernst Merkinger

Definition Nationalpark
First things first: Was ist überhaupt ein Nationalpark per Definition? „Ein Nationalpark ist ein natürliches Landgebiet oder marines Gebiet, das ausgewiesen wurde, um die ökologische Unversehrtheit eines oder mehrerer Ökosysteme im Interesse der heutigen und kommenden Generationen zu schützen, um Nutzungen oder Inanspruchnahmen, die den Zielen der Ausweisung abträglich sind, auszuschließen, und um eine Basis für geistig-seelische Erfahrung sowie Forschungs-, Bildungs- und Erholungsangebote für Besucher zu schaffen. Sie alle müssen umwelt- und kulturverträglich sein.“
(Quelle: Umweltbundesamt)

Heimat bist du 6 Nationalparks
Österreich hat in Summe 6 Nationalparks mit einer Gesamtfläche von 2.376 Quadratkilometern:
Nationalpark Donau-Auen (96 km2)
Nationalpark Gesäuse (110 km2)
Nationalpark Hohe Tauern (1857 km2)
Nationalpark Kalkalpen (209 km2)
Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel (91 km2)
Nationalpark Thayatal (13 km2)

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Foto: Ernst Merkinger

3 von 6 Nationalparks im Porträt
Nationalpark Hohe Tauern
Der Nationalpark Hohe Tauern ist der größte, erstreckt sich über 3 Bundesländer (Kärnten, Tirol & Salzburg), hat für Naturbegeisterte 4.300 Wanderweg-Kilometer (Tipp: Weitwanderweg Alpe Adria Trail vom Großglockner nach Muggia/Triest) und bietet 10.000 Tierarten einen naturbelassenen Rückzugsort. Von den imposanten Krimmler Wasserfällen bis hin zur Pasterze mit ihren Eisfeldern oder der Leitenkammerklamm ist für jedermann und jederfrau was dabei.
Anreise: Wenn man Matrei bei Osttirol als Ausgangspunkt seiner Touren nimmt, dann ist mit einer 6,5-stündigen öffentlichen Anreise mit zweimal Umsteigen von Wien aus zu rechnen.

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Foto: Ernst Merkinger

Nationalpark Gesäuse
Für einen Tagesausflug ist der jüngste und drittgrößte Nationalpark (gegründet 2002) Österreichs ein beliebtes Ausflugsziel für Wienerinnen und Wiener. Das auch liebevoll bezeichnete steirische „Xeis/Gseis“ ist bekannt für seine 50 % Wald, 31 % Fels Naturlandschaft und den glasklaren Wildfluss – die Enns.
Anreise: Mit knapp 3 Stunden Hinfahrt/Rückfahrt bzw. 90 Euro für ein ausgeliehenes Car2Go ist von Wien aus zu rechnen.

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Nationalpark Neusiedler See- Seewinkel
Unweit von Wien entfernt, im Osten Österreichs liegt jenes burgenländische Naturjuwel namens Nationalpark Neusiedler See- Seewinkel. Bekannt ist er für seinen Schilfgürtel, den periodisch austrocknenden Salzlacken, einer Tier- (340 Vogelarten) und Pflanzenwelt, die auch in alpinen, asiatischen oder mediterranen Gebieten zu finden sind.
Anreise: Alle 30 Minuten fährt ein Zug von Wien nach Neusiedl am See. Die Fahrtdauer mit dem Regionalzug beträgt 40 Minuten.

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Fazit – Immer dieser Konjunktiv
Wer die österreichischen Nationalparks schon alle aufgesucht hat, dem seien insbesondere die Sächsische Schweiz mit ihren bizarren Felsformationen in Deutschland, Vatnajökull (größte Gletscher außerhalb des Polarkreises Europas) auf Island oder Cinque Terre, einer der „buntesten Orte“ der Welt, wärmstens zu empfehlen. Falls Sie in Österreich noch nicht alle Nationalparks kennen, könnten Sie dies kommendes Wochenende ja schon ändern. – Könnten? Ach, Sie werden! Lassen Sie uns Steinbock und Gams herzlich grüßen!

Im Jahr 2016 ging Ernst Merkinger von Pamplona nach Finisterre, 2017 viereinhalb Monate lang zu Fuß von Wien nach Marrakesch und 2018 vom Gletscher bis zum Meer. Der Weitwanderer, Autor und selbsternannte „Rotzbua“ hat durch seine Fußmärsche nicht nur die Faszination des Gehens, sondern auch die Begeisterung des Schreibens für sich entdeckt.