Putzmittel selbst herstellen: einfach, günstig und ökologisch

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29. Mai 2020: Geschirrspülmittel, Möbelpolitur oder Glasreiniger: Die Inhaltsstoffe gängiger Reinigungsmittel sind häufig aggressiv und schaden der Umwelt. Wir zeigen euch deshalb, wie ihr Putzmittel ganz einfach selbst herstellen könnt – und das kostengünstig und garantiert umweltverträglich.

Die Fensterscheiben lassen kaum noch Sonnenlicht durch, in der Abwasch stapelt sich das schmutzige Geschirr und auch der Wäschekorb quillt langsam über? Da kommt ein gründlicher Putztag wie gerufen. Dabei muss es aber nicht immer das teuerste Putzmittel sein. Denn einige Hausmittel erzielen dieselbe Reinigungswirkung wie teure Markenprodukte – und sind obendrein günstiger und biologisch abbaubar. Wir haben deshalb die besten selbstgemachten Putzmittel zur schonenden Reinigung von Küche und Badezimmer für euch gesammelt. Also, ran an den Wischmopp und los geht’s!

Selbstgemachter Glasreiniger aus Zitronenschalen und Essig
Soviel ist sicher: Die Schmutzschicht auf der Fensterscheibe zählt nicht zu den empfehlenswerten Dämmmaterialien. Wer endlich wieder einmal wissen will, was sich draußen vor seinem Fenster eigentlich so abspielt, kann mit selbstgemachtem Glasreiniger wieder für Klarheit sorgen. Natürlicher Glasreiniger lässt sich im Handumdrehen selbst herstellen, dafür benötigt ihr nämlich lediglich Zitronen, Essig und ein wenig Geduld. Zuerst kommen die geraspelten Schalen der Zitronen in ein Glas, dann füllt ihr 125 ml Essig dazu, deckt das Gemisch mit einem Tuch ab und lagert es an einem dunklen Ort. Nach rund zwei Wochen könnt ihr den selbstgemachten Glasreiniger durch ein Sieb mit einem Trichter in eine Sprühflasche füllen. Dann fügt ihr dem Zitronen-Essig-Gemisch noch 125 ml Wasser hinzu und schüttelt das Gemisch einmal kräftig durch. Und voilà: Jetzt steht den blitzblanken Scheiben nichts mehr im Weg.

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Unser Hausrezept für eine Möbelpolitur
Hand aufs Herz: Wie steht es um eure Holzmöbel? Neuen Glanz erhalten Massivholzmöbel durch eine einfache Mischung aus Olivenöl und Essig, im Verhältnis von 2:1 vermengt. Mit einer Sprühflasche könnt ihr damit eure Holzmöbel ganz einfach einsprühen – nach etwa zwei Minuten solltet ihr die DIY-Möbelpolitur dann mit einem weichen Tuch wieder abwischen. Mit eurer selbstgemachten Politur seid ihr somit nicht nur auf der gesünderen Seite, sondern könnt obendrein auch Geld sparen. Ein weiterer Vorteil: Durch wiederverwendbare Sprühflaschen spart ihr jede Menge Plastikmüll.

Creme de la Creme der selbstgemachten Putzmittel: DIY-Backofenreiniger
Oft haben wir als Kinder davon geträumt, doch endlich erwachsen zu sein und zu jeder Tageszeit Kuchen essen zu können. Dass der Zustand des Erwachsenseins auch mit leidigen Begleiterscheinungen wie Backofenputzen einhergeht, davor hat uns dann aber leider doch niemand gewarnt. Wir sind ehrlich zu euch: Selbstgemachte Putzmittel machen den Vorgang nicht gerade spaßiger – aber wenigstens könnt ihr der Umwelt etwas Gutes tun.

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Auch Backofenreiniger könnt ihr ganz einfach selbst herstellen, dazu braucht ihr nur Natron, Salz und Wasser. Zwei Esslöffel Natron mischt ihr mit einem Teil Kochsalz und einem Teil Wasser mithilfe eines Schneebesens in einem Behälter. Wenn die Mischung eine pastenähnliche Konsistenz erreicht, verteilt ihr sie mit einem Lappen im Backofen. Dabei solltet ihr darauf achten, dass sie nicht mit den Heizstäben in Berührung kommt. Anschließend lasst ihr den selbstgemachten Backofenreiniger für etwa 30 Minuten bei geschlossenem, auf niedriger Temperatur eingeschaltetem Backofen einwirken. Nach dem Abkühlen wischt ihr den Backofen mit einem feuchten Lappen aus. Und schon könnt ihr im sauberen Backofen wieder munter Kuchen backen und damit die schöneren Seiten des Erwachsenseins genießen.

Fleckenentferner zum Selbermachen
Den Abschluss unserer Tipps in Sachen Putzmittel selbst herstellen, macht der Fleckenentferner. Dabei kommt es allerdings ganz auf die Art des zu entfernenden Flecks an: Rotweinflecken könnt ihr etwa einfach mit Zitronensaft und Salz beseitigen. Zuerst beträufelt ihr den Rotweinfleck mit Zitronensaft, danach gebt ihr viel Salz auf die betroffene Stelle. Das solltet ihr eine Weile einwirken lassen und anschließend mit Mineralwasser oder warmem Leitungswasser und einer weichen Bürste ausspülen. Handelt es sich allerdings um einen Kaffeefleck, hilft Backpulver: Dafür löst ihr ein Päckchen Backpulver in etwas Wasser auf, reibt damit den Fleck vorsichtig ein und spült den Stoff nach einer kurzen Wartezeit mit reichlich Wasser ab. Auch Schweiß- und Fettflecken sowie vergilbte Gardinen und Handtücher könnt ihr mit Backpulver einfach aufhellen. Aber aufgepasst: Da Backpulver leichte Bleichstoffe enthält, sollte es allerdings nur auf weißen Textilien verwendet werden.

Katharina Kiesenhofer schreibt für 1000things über die schönsten Plätze und Unternehmungen in Österreich und Wien. Die 25-Jährige hat ihr Wirtschaftsstudium mit dem Schwerpunkt „Organic Business” absolviert und freut sich deshalb umso mehr, auch auf dem oekostrom AG-Blog jede Menge Inspiration für ein nachhaltiges und gutes Leben zu teilen.