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oekostrom AG fordert Herkunftsnachweis & Umweltzeichen für Gas

Wien, 6. April 2018: Die oekostrom AG befragte 1.000 Österreicher zu Herkunft und Transparenz bei der Belieferung mit Strom und Erdgas:

  • Strom: Ein Drittel weiß nicht, aus welchem Land oder welcher Quelle ihr Strom kommt, will es aber wissen.
  • Gas: Fast jeder zweite Gasbezieher weiß nicht, woher sein Gas kommt, will es aber wissen.
  • Biogas: Knapp drei Viertel der Gasbezieher würden ein Gasprodukt mit Biogasanteil einem reinen Erdgasprodukt vorziehen.
  • Fracking und Arktisbohrungen: Mehr als drei Viertel der Österreicher lehnen diese Methoden bei der Förderung von Erdgas ab.

Viele Konsumenten in Österreich wissen nicht, woher ihr Strom oder ihr Gas kommen, wüssten es aber gerne (33,8 % bei Strom in Bezug auf Land und Quelle, 42,6 % bei Gas in Bezug auf Land und Fördermethode). Das ergab eine aktuelle Befragung von 1.000 Österreicherinnen und Österreichern im Auftrag der oekostrom AG, Österreichs größtem unabhängigen Energieversorger und Ökostrompionier der ersten Stunde. Bei Strom hat man in Österreich aufgrund der verpflichtenden Stromkennzeichnung zumindest die Möglichkeit zu mehr Information, Gasbezieher können die Herkunft bislang nur vermuten. Gleichzeitig ist es der großen Mehrheit der Befragten nicht egal, ob beim Abbau von Erdgas Fracking angewendet oder in der Arktis gebohrt wird: 81,1 %  der Befragten ist ein frackingfreier Abbau (sehr) wichtig, für 75,8 % ist (sehr) wichtig, dass Erdgas nicht aus Arktisbohrungen stammt.

Transparenz und Alternativen: Wichtige Schritte für eine Ökologisierung der Wärmeversorgung
Bislang haben Konsumenten, die Gas beziehen wollen oder in vielen Fällen müssen, über den Preis hinaus kaum eine Wahl – das sind rund ein Drittel der heimischen Bevölkerung, viele von ihnen wohnen im urbanen Raum beispielsweise in Mietwohnungen mit Gasthermen. „Es braucht daher dringend zwei wesentliche Veränderungen: Transparenz und eine Alternative“, so René Huber, Vorstandsmitglied der oekostrom AG. „Wir fordern daher eine Anpassung im Sinne der Transparenz gegenüber Konsumenten ähnlich wie bei der Stromkennzeichnung.“  Darüber hinaus kann mittels eines Umweltzeichens für Gas, das die Belieferung mit gefracktem oder in der Arktis gefördertem Erdgas ausschließt und einen bestimmten Biogasanteil garantiert, auch eine Wahlmöglichkeit für umweltbewusste Konsumenten geschaffen werden.

„Die Ökologisierung der Wärme ist zentrales Thema einer nachhaltigen Energieversorgung. Langfristig ist es das Ziel, all jene, denen ein Umstieg auf eine grundsätzlich CO2-neutrale Technologie wie Wärmepumpe oder Hackschnitzelheizung nicht möglich ist, mit CO2-neutralem, erneuerbarem Gas zu versorgen wie beispielsweise durch Power-to-Gas oder Biogas. Transparenz und Alternativen schaffen sind die ersten wichtigen Schritte in diese Richtung“, weiß Huber. „Der Rahmen, den die Klima- und Energiestrategie #mission 2030 vorgibt, bietet hier ideale Anknüpfungspunkte für unsere Forderungen.“

Großer Markt für Biogas
Ein weiterer Schritt in Richtung Ökologisierung der Wärme ist die Verwendung von Biogas. Für viele Gasbezieher wäre eine Biogasbeimischung wünschenswert – knapp drei Viertel würden ein solches Produkt einem reinen Erdgasprodukt vorziehen (18,4 % „auf jeden Fall“, 54,9 % eher schon). Hier gibt es bereits Angebote. Beispielsweise bietet die oekostrom AG ausschließlich Wärmeprodukte mit Biogasbeimischung bzw. ein 100 %-Biogasprodukt.

Strom: Luft nach oben bei Herkunftsnachweisen und Konsumenteninformation
Beim Herkunftsnachweis und der Transparenz von Strom ist man bekanntlich schon weiter. Seit 2001 gilt die so genannte Stromkennzeichnungspflicht und seit 2015 dürfen Haushalte nicht mehr mit Graustrom beliefert werden. Das ist Strom aus unbekannten Quellen, bei denen auch Atom- und Kohlestrom nicht auszuschließen ist. Das heißt, dass für jeden Verbraucher auf der Rechnung ersichtlich sein muss, woher sein Strom kommt. Allerdings gilt dies nur für einzelne Stromversorger oder die jeweiligen Konzerntöchter, nicht aber für die Stromkennzeichnung des gesamten Konzerns. „Wir sind der Ansicht, dass es nicht nur auf den Stromfluss – also die Herkunft der einzelnen Elektronen in der Stromleitung – ankommt, sondern auch und vor allem darauf, welche Art der Stromerzeugung ich als Kunde mit dem Zahlen meiner Rechnung finanziere“, ist René Huber überzeugt. Denn der Geldfluss mündet schließlich bei der Konzernmutter. Wenn sich dort beispielsweise norwegische Wasserkraftzertifikate finden, ist anzunehmen, dass der Konzern damit den Einkauf von Graustrom abdeckt.

Der aktuellen Befragung ist auch zu entnehmen, dass zwar rund die Hälfte der Österreicher (52,7 %) schon über die Herkunft ihres Stroms Bescheid weiß, aber immer noch ein Drittel (33,8 %) bleibt, das es nicht weiß, aber gerne wüsste. „Daraus schließen wir, dass es bei der aktiven Information von Strombeziehern durchaus noch Luft nach oben gibt“, so Huber.

Zur Studie
Für die Studie wurden im März 2018 1.000 webaktive Österreicher zwischen 14 und 69 Jahren repräsentativ für das webaktive Österreich durch den Online Markt- und Meinungsforscher marketagent.com im Auftrag der oekostrom AG online befragt.

oekostrom AG – Wir bringen gute Energie
Die oekostrom AG für Energieerzeugung und -handel ist eine österreichische Beteiligungsgesellschaft im Eigentum von rund 2.00 Aktionären. Das Unternehmen wurde 1999 mit dem Ziel gegründet, eine nachhaltige Energiewirtschaft aufzubauen, Kunden österreichweit mit sauberem Strom zu versorgen und den Ausbau erneuerbarer Energiequellen in Österreich zu forcieren.

Alle Produkte und Dienstleistungen der oekostrom AG sind aktive Beiträge zu Klima- und Umweltschutz. Die oekostrom AG ist in den vier Geschäftsfeldern Produktion, Handel, Vertrieb und Energiedienstleistungen tätig, und in ihrer Einkaufs- und Geschäftspolitik der Schonung der natürlichen Ressourcen und den Werten einer offenen Gesellschaft verpflichtet.

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Kontakt
DI Gudrun Stöger
PR, IR & Kommunikation
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