Stromgewinnung aus Wasserkraft im Wasserkraftwerk Waidhofen an der Ybbs



wasserkraft

eine erneuerbare Quelle fĂĽr sauberen Strom

Wasserkraft in Ă–sterreich

Österreich erzeugt aufgrund der geografischen Lage einen Großteil des Stroms durch Wasserkraftanlagen. Wasserkraft ist mit einem Anteil von zwei Dritteln die bedeutendste heimische Stromquelle. 2019 erzeugten rund 5.000 österreichische Wasserkraftanlagen insgesamt fast 44.100 GWh sauberen Strom und sicherten damit die Energieversorgung.

Wasserkraft spielt in Österreich eine ganz wesentliche Rolle für die Versorgungssicherheit. Zudem ermöglicht diese Technologie vielfach auch eine Steuerung der Stromerzeugung – denn wir verbrauchen vor allem in der Früh und am Abend besonders viel Strom.

Verglichen mit fossilen Energiequellen stellt Wasserkraft die Energieversorgung in Ă–sterreich auf klimaschonende Weise sicher: Wasserkraftwerke kommen ohne den Einsatz von Ă–l und Kohle aus und erzeugen daher kein CO2.

Geschichte von Wasserkraft

Die Wasserenergie ist eine der ältesten Energiequellen der Welt. Die Geschichte der Wasserkraft begann bereits vor rund 3.500 Jahren. Die ersten Wasserräder wurden nur als Schöpfräder zum Bewässern in der Landwirtschaft eingesetzt. Danach fanden sie Einzug in Getreidemühlen, bei denen durch die Rotation des Wasserrades ein Mahlstein angetrieben werden konnte.

WassermĂĽhle
WassermĂĽhle

Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Europa etwa 500.000 Wassermühlen, die Getreidemühlen und andere Arbeitsmaschinen antrieben, wie zum Beispiel Sägewerke und Hammerschmieden. Die durchschnittliche Leistung dieser Mühlen betrug damals zwischen 3 und 5 kW. Wasserräder konnten natürlich nur an Wasserläufen erbaut werden. Ihr Betrieb war stark davon abhängig, ob gerade genügend Wasser zur Verfügung stand.

Früher wurde die Energie des Wassers in Mühlen direkt genutzt, heute wird diese Energie mittels Generatoren in Wasserkraftwerken in Strom umgewandelt. Ausschlaggebend dafür war die Erfindung des elektrodynamischen Generators von Werner von Siemens im Jahr 1866. Mit diesen Generatoren wurde die Umwandlung von Wasserkraft in elektrischen Strom möglich. Wasserkraftwerke, so wie wir sie heutzutage kennen, gibt es seit ca. 100 Jahren.

Wasserkraft wird als Umsetzung potenzieller oder kinetischer Energie des Wassers mittels einer Wasserkraftmaschine in mechanische Arbeit definiert. Sie ist eine der wichtigsten regenerativen Energiequellen in Ă–sterreich.

Wasserkraftwerke in Ă–sterreich

In Ă–sterreich wurden Wasserkraftwerke erstmalig im Jahr 1950 in Betrieb genommen. In den darauffolgenden Jahren wurden – begĂĽnstigt durch topographische und geographische Gegebenheiten – eine Vielzahl an GroĂź- und Kleinwasserkraftwerken geplant und gebaut. Bis in die 90er Jahren fokussierte man sich hauptsächlich auf den Ausbau der GroĂźwasserkraftanlagen, wobei das Potential in Ă–sterreich hier bereits ausgeschöpft ist. In den letzten zwei Jahrzehnten steht vor allem der Ausbau und die Revitalisierung von Kleinwasserkraftanlagen und die Ausweitung von Pumpspeicherkraftanlagen im Blickpunkt.

Aktuell gibt es mehr als 5.000 Wasserkraftwerke in Österreich – davon sind 4.000 Kleinwasserkraftwerke in Betrieb. Diese haben insbesondere auf lokaler Ebene einen hohen Stellenwert für die Versorgungssicherheit  (Stichwort dezentrale Energieversorgung). Sie spielen aber auch bei der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen beim Anlagenbau eine wesentliche Rolle in der Regionalwirtschaft.

Die 3 größten Wasserkraftwerke in Österreich liegen direkt im Alpenraum:

  • Maltakraftwerk-Hauptstufe (Ktn): 730 MW
  • Kopswerk II (Vbg): 525 MW
  • Kraftwerk Silz (T): 500 MW

Welche Kraftwerke gibt es?

  • Laufwasserkraftwerke

    Ein Laufwasserkraftwerk nutzt das natürliche Gefälle eines Fließgewässers und die Geschwindigkeit der Strömung. Das Wasser wird durch eine Wehranlage aufgestaut. Der durch die Stauung entstehende Höhenunterschied wird zur Stromerzeugung genutzt.

  • Speicherkraftwerke

    Das Speicherkraftwerk ist eine Art des Wasserkraftwerkes, welches das Wasser in einem Staussee speichert und bei Bedarf die Energie des Wassers in Strom umwandelt. Beim Pumpspeicherkraftwerk kann auch das Wasser unter Aufwendung von Energie in den Stausee gepumpt werden.

  • Wellenkraftwerke

    Wellenkraftwerke sind derzeit in Erprobung. Sie nutzen die Energie der Meereswellen zum Gewinnen elektrischen Stroms und zählen zu den erneuerbaren Energien.

  • Gezeitenkraftwerke

    Gezeitenkraftwerke nutzen die Lageenergie und Bewegungsenergie des Wassers bei Tidenhub (Unterschied zwischen dem unteren und oberen Pegelstand) aus, um Strom zu erzeugen.

  • Gradientenkraftwerke

    Dabei handelt es sich um ein Meereswärmekraftwerk oder um ein Osmosekraftwerk. Diese nutzen den Temperaturgradienten im Ozean zwischen Oberflächen- und Tiefenwasser bzw. den Unterschied der Salzkonzentrationen von zwei Gewässern zur Stromerzeugung.

  • Gletscherkraftwerke

    Ein Gletscherkraftwerk ist ein Wasserkraftwerk, das Schmelzwasser eines Gletschers zur Stromerzeugung benutzt. Der Bau von Gletscherkraftwerken kann nur in Polargebieten durchgefĂĽhrt werden.

Strom aus Wasserkraft

Stromerzeugung durch Wasserkraft
Stromerzeugung durch Wasserkraft

In Ă–sterreich gibt es nur 2 Typen von Wasserkraftwerken. Dies sind das Laufwasserkraftwerk und das Speicherkraftwerk. In diesen Kraftwerken wird die Bewegungsenergie des Wassers zur Stromerzeugung genutzt. Dies erfolgt immer nach dem selben Prinzip: Das Wasser wird durch eine Turbine im Inneren des Wasserkraftwerks geleitet. Die Turbine beginnt sich unter dem Druck des Wassers zu drehen und gibt ihre Bewegungsenergie an einen Generator weiter, der sie in elektrische Energie umwandelt.

Vorteile von Wasserkraft

Es gibt einige bedeutende Vorteile, die fĂĽr die Nutzung von Wasserkraft als Energiequelle sprechen:

  • Wasserkraft ist eine unbegrenzte und kostenlose Ressource und gehört zu den Grundpfeilern der erneuerbaren Energien.
  • Wasserkraft ist zu 100 % klimaneutral und erzeugt kein Kohlenstoffdioxid und leistet damit einen relevanten Beitrag zur Erreichung der internationalen Klimaziele.
  • Wasserkraftwerke bieten den Anwohnern in einem bestimmten Rahmen Schutz vor Hochwassern.
  • FlieĂźgewässer unterliegen – im Gegensatz zu Wind und Sonne – kaum Schwankungen und liefern gut prognostizierbare Energiemengen im gesamten Jahresverlauf.
  • Die Lebensdauer von Wasserkraftwerken ist im Durchschnitt höher als die anderer Stromproduktionsanlagen.
  • In ganz Ă–sterreich produzieren private Anlagenbetreiber in ihren Kleinwasserkraftwerken sauberen Strom und tragen damit zur regionalen Wertschöpfung bei.

Nachteile von Wasserkraft

Obwohl Hydroenergie viele Vorteile aufweist, mĂĽssen auch die Nachteile angesprochen werden:

  • Der Bau von Wasserkraftwerken stellt einen Eingriff in die Natur dar und wirkt sich damit auch auf die Lebenswelt von Tieren aus, vor allem Fischen. Aus diesem Grund haben Kraftwerksbetreiber reagiert und bauen in vielen Fällen Fischaufstiegshilfen, um die ökologischen Auswirkungen von Wasserkraft zu begrenzen.
  • Staudämme unterbrechen den natĂĽrlichen Wasserfluss von FlĂĽssen und auch der Lebensraum unterhalb des Stauwehrs verändert sich.
  • Auch Sedimentation und Erosion sollten bei den Nachteilen von Wasserkraft nicht unerwähnt bleiben. Unter Sedimentation versteht man die Ablagerung von Bodensatz oberhalb eines Staudammes. Unter Erosion versteht man die Abtragung des Bodensatzes unterhalb des Wasserkraftwerks.
  • Der Bau von groĂźen Kraftwerken kann die Umsiedlung von Menschen und Ăśberflutung von Dörfern und Städten zur Folge haben.

stromgewinnung bei der oekostrom AG

Bei der oekostrom AG ist ein ausgewogener Mix von Strom aus zertifizierten österreichischen Wasserkraftwerken die Basis für eine sichere, zuverlässige und glaubwürdige Belieferung der Kunden.

Österreich weist in Bezug auf Wasserkraft schon einen hohen Ausbaugrad auf. Vor dem Hintergrund, dass ein Großteil der Flusslandschaften in Österreich bereits verbaut ist, stehen wir einem unbegrenzten Ausbau der Wasserkraft und damit einer Einschränkung der letzten ungestörten Fluss-Ökosysteme kritisch gegenüber. Alle Kraftwerke sind mit Eingriffen in die Natur und in die Ökosysteme verbunden. Die zukünftigen Potentiale der Wasserkraft liegen daher vor allem in den Bereichen Kleinwasserkraft und Anlagenrevitalisierung.

Die oekostrom AG versucht dieser Problematik mit einem möglichst ausgeglichenen Strommix aus erneuerbaren Energien zu begegnen und setzt auf eine laufende Erhöhung des Anteils von Windkraft und Solarenergie.

oekostrom AG-Kunden tragen dazu bei, dass neben den bestehenden Wasserkraftwerken auch neue Ökostromanlagen gebaut werden können und liefern damit einen wertvollen Beitrag zur Entlastung der Umwelt.

Die oekostrom AG Kraftwerkskarte gibt Aufschluss darĂĽber, wo ĂĽberall Kraftwerke arbeiten, die in die Bilanzgruppe der oekostrom AG einspeisen.

oekostrom AG - unabhängiger Partner für Wasserkraftbetreiber

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häufig gestellte Fragen

Was ist Wasserkraft? aufklappen zuklappen

Die Kraft des Wassers wird seit Jahrhunderten genutzt, um Mechaniken (z.B. Mühlen, Sägewerke etc.) anzutreiben. Mit der Entwicklung des Stromgenerators wird die Wasserenergie auch zur Stromerzeugung eingesetzt. Eine Wasserkraftanlage ist ein Kraftwerk, das die kinetische Energie des Wassers in elektrische Energie umwandelt. Damit wird Wasserkraft für den Menschen nutzbar gemacht. Man kann den Einsatz von Wasserkraft zur Stromerzeugung in vier Kategorien unterteilen:

• Nutzung der Strömung von Flüssen
• Wasserkraft aus Stauseen
• Pumpspeicherkraftwerke
• Nutzung von Gezeitenströmungen

Neben Wasserkraft gibt es auch Ökostrom aus Windkraft, Sonnenenergie, Erdwärme, Biomasse oder Klär- und Deponiegas.

Wie viele Wasserkraftwerke gibt es in Ă–sterreich? aufklappen zuklappen

Österreich erzeugt aufgrund der geografischen Lage einen Großteil des Stroms durch Wasserkraftanlagen. Die Wasserkraft ist mit einem Anteil von zwei Dritteln die bedeutendste heimische Stromquelle. Aktuell erzeugen rund 880 österreichische Wasserkraftanlagen insgesamt fast 40.500 GWh sauberen Strom und sichern damit die Energieversorgung.

Die oekostrom AG gehört zu den unabhängigen Direktvermarktern von Wind- und Wasserkraft in Österreich.

Wie funktioniert Wasserkraft? aufklappen zuklappen

Im Grunde arbeiten Wasserkraftwerke ähnlich einer Mühle am Bach. Während früher jedoch nur mechanische Energie erzeugt wurde, wird heute die mechanische Energie zur Erzeugung von elektrischer Energie verwendet. Das Wasser wird im Kraftwerk zu Turbinen geleitet, die durch die Kraft des Wassers in Bewegung gesetzt werden. Die Turbinen wiederum treiben Generatoren an, die wie bei einem Fahrraddynamo die mechanische Energie in Strom umwandeln. Vom Kraftwerk aus wird der Strom transformiert und ins Stromnetz eingespeist.