Endenergieverbrauch in Österreich und Deutschland

Rund 80 % der österreichischen Treibhausgasemissionen basieren auf der Verbrennung fossiler Rohstoffe. Österreich ist zu fast 90 % von Importen dieser Rohstoffe abhängig und gibt dafür jährlich 10 Milliarden Euro aus. Um dieses Problem zu lösen, müssen zwei wichtige Stellschrauben gedreht werden: die Energieerzeugung muss auf erneuerbare Energien umgestellt werden, um den Konsum sauberer Energie zu ermöglichen UND der Energieverbrauch muss wesentlich effizienter werden.

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Maßzahl dafür ist der Endenergieverbrauch. Während der Ausbau erneuerbarer Energien in Österreich eher stagniert, ist der Endenergieverbrauch seit dem Jahr 2000 drastisch gestiegen. Mittlerweile liegt Österreich bei knapp 120 % des Verbrauchs des Jahres 2000. In derselben Periode ist der Endenergieverbrauch in Deutschland immerhin leicht gesunken. Die Gründe liegen vor allem darin, dass Deutschland einen deutlich höheren Anteil der ineffizienten Stromerzeugung von Kohle auf erneuerbare Energie umgestellt hat. In fast allen Sektoren wurde der Energieverbrauch fast gleich gehalten oder leicht gesenkt. In Österreich wurden im selben Zeitraum in annähernd allen Bereichen deutliche Anstiege im Energieverbrauch verzeichnet.

Florian Maringer ist Geschäftsführer des Dachverbandes Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ), der u.a. die EnergieFakten Austria (EFA) und den Faktencheck Energiewende herausgibt. EFA ist der Newsletter des EEÖ: In regelmäßigen Abständen werden ökonomische, technische aber auch soziale Fakten sowie Informationen rund um die Energiewende in Österreich in einer Grafik aufbereitet und ausgesendet.