Reduktion der Treibhausgase und positives Wirtschaftswachstum

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23. Mai 2019: Eine Bepreisung umweltschädlichen Verhaltens ist nicht nur wirtschaftstheoretisch, sondern auch unter ExpertInnen eines DER Mittel der Wahl, um der Klimakrise zu begegnen.

Schweden hat bereits 1991 eine CO2-Steuer eingeführt. Um das System einfach zu halten, richtet sich deren Höhe nach dem Kohlenstoffgehalt des fossilen Energieträgers. Seit 1991 ist der Preis pro Tonne CO2 von 24 Euro auf 114 Euro gestiegen. Die Industrie wurde von Beginn an dabei unterstützt, auf emissionsarme Energieträger umzustellen. Die Emissionen der schwedischen Haushalte konnten dank dieses Systems um 85 % gesenkt werden und machen nur mehr 2 % der schwedischen Emissionen aus (Österreich 10 %).

Das schwedische Bruttoinlandsprodukt ist seit der Einführung der CO2-Steuer um 75 % gestiegen, Österreichs BIP stieg im selben Zeitraum lediglich um 60 %. Die öffentliche Zustimmung ist aufgrund der ausgewogenen Gestaltung für Wirtschaft und Haushalte hoch. Über 40 Regierungen weltweit sind daher bereits der Empfehlung der ExpertInnen, wie beispielsweise der Weltbank, gefolgt und haben dieses Instrument erfolgreich umgesetzt.

Quelle: EEÖ

Florian Maringer ist Geschäftsführer des Dachverbandes Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ), der u.a. die EnergieFakten Austria (EFA) und den Faktencheck Energiewende herausgibt. EFA ist der Newsletter des EEÖ: In regelmäßigen Abständen werden ökonomische, technische aber auch soziale Fakten sowie Informationen rund um die Energiewende in Österreich in einer Grafik aufbereitet und ausgesendet.
NYT: These countries have prices on carbon. Are they working?