Nachhaltiger Sommer: 6 Tipps, wie eure Wohnung urlaubsfit wird

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08. Juli 2020: Auf geht’s in den wohlverdienten Urlaub: Die Koffer sind gepackt, die Nachbarn informiert und die Abwesenheitsnotiz im Büro-E-Mail-Account ist eingerichtet. Fehlt nur noch das traute Heim. Wir zeigen euch, wie ihr euer Haus oder eure Wohnung urlaubsfit macht!

Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein – und dann mach deine Wohnung urlaubsfit. Wer sich nämlich perfekt auf den Urlaub vorbereiten möchte, muss nicht nur an Badebekleidung, Reservierungsbestätigungen, Sonnencreme und Co denken. Auch eure Wohnung oder euer Haus möchte gut vorbereitet werden. Und nein, damit meinen wir nicht, dass ihr eure Wände sanft streicheln und ihnen versprechen sollt, dass ihr bald wieder da seid. Was wir wirklich meinen, lest ihr hier:

Tipp #1: Elektrische Geräte ausstecken
Der Klassiker unter den Pflichten eines jeden Urlaubers vor dem Reiseantritt, besteht darin, alle elektrischen Geräte auszuschalten und vom Strom zu trennen – nur so kann wirklich sichergestellt werden, dass kein Strom mehr fließt. Außerdem minimiert ihr so das Risiko eines Kurzschlusses oder eines Kabelbrands (denn wir wissen: Sowas passiert aus Prinzip immer dann, wenn man es am allerwenigsten gebrauchen kann). Haltet auch Ausschau nach Netzsteckern, Verteilerleisten oder Stehlampen. Denn auch durch sie fließt Strom, wenn auch nur sehr wenig.
Unser oekostrom AG-Tipp: Braucht in den Tagen vor dem Urlaub eure Lebensmittel-Vorräte im Kühlschrank und Eiskasten auf und schaltet auch sie aus. Überbleibsel könnt ihr an Freunde, Nachbarn und Kollegen verteilen – oder als Proviant mitnehmen.

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Im Durchschnitt verbraucht jeder Deutsche ca. 2300 – 2500 kWh Strom pro Jahr. Aber kann man da nicht noch ein bisschen sparen? Das würde sich ja zusätzlich auch positiv auf den Geldbeutel auswirken. Klar! Sparen kann da jeder. Es gibt viele Haushaltsgeräte, die für die meisten selbstverständlich sind. Aber meist bedeutet selbstverständlich auch eingeschaltet… Wenn an Geräten wie zum Beispiel dem Fernseher oder der Kaffeemaschine das rote Lämpchen leuchtet, ist das Gerät nicht vollständig abgeschaltet. Das Lämpchen steht in der Regel nur für den Standby-Modus. Die Folge: Du verbrauchst Strom. Das gilt übrigens für jedes Teil, das Kontakt zur Stromversorgung bzw. Steckdose hat. Es muss also nicht mal ein Lämpchen leuchten. Solche Geräte (Verbraucher) bezeichnet man auch als “scheinaus”. Sie scheinen aus zu sein, verbrauchen aber Strom. Ihr könnt ganz einfach Strom sparen indem ihr die überflüssigen Verbraucher, die ihr nicht benutzt, vom Strom trennt. Dazu gehören auch eingestöpselte Handy- oder Laptopladekabel. #strom #stromsparen #ökostrom #stromspartipps #thelocalwater #elektricity #ziehdensteckerraus #umweltfreundlich #savetheplanet

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Tipp #2: Heizungen, Klimaanlagen und andere intelligente Geräte
Als No-Na-Tipp und Kardinalfehler gleichermaßen kommt Tipp Nummer zwei in Sachen Wohnung urlaubsfit machen daher. Denn so logisch es auf den ersten Blick auch erscheinen mag, programmierte Heizungen und Klimaanlagen zu deaktivieren, so häufig vergisst man doch auf sie – denn dank der Programmierung verschwendet man auch sonst selten einen Gedanken an diese Geräte. Das Gleiche gilt übrigens auch für sich automatisch aktivierende Staubsaugerroboter und andere futuristische Haushaltshelferlein. Also: Vergesst nicht, eure intelligenten Geräte zu deaktivieren.

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Tipp #3: Tageszeitungs-Abos abbestellen
Der dritte Tipp, den ihr befolgen solltet, wenn ihr eure Wohnung urlaubsfit machen wollt, ist ein ganz besonderer. Denn er ist gleich in vielerlei Hinsicht wichtig: Wenn ihr Tageszeitungen abonniert habt, solltet ihr euch rechtzeitig darum kümmern, euer Abonnement auszusetzen. Außerdem solltet ihr „Keine Werbung“-Aufkleber an eurem Postkasten und eurer Wohnungstür anbringen. So spart ihr nicht nur Müll, sondern lauft außerdem weniger Gefahr, dass Einbrecher möglicherweise Wind davon bekommen, dass ihr länger nicht zu Hause seid.

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Tipp #4: Die Warmwasseraufbereitung ausschalten
Ob elektrisch oder gasbetrieben, ob Boiler, Durchlauferhitzer oder Heizkessel – sie alle benötigen auch im Leerlauf Energie. Manche von ihnen weniger, manche von ihnen mehr. In jedem Fall solltet ihr aber auch, sofern möglich, diese Geräte ausschalten, bevor ihr verreist. So tut ihr nicht nur eurer Geldbörse, sondern auch der Umwelt etwas Gutes.
Unser oekostrom AG-Tipp: Nach dem Urlaub solltet ihr euren Wasserhahn einige Minuten auf maximaler Temperatur laufen lassen. Und wenn ihr einen Boiler habt, solltet ihr das Wasser nach dem Urlaub zumindest für ein bis zwei Tage auf 70 Grad Auslauftemperatur (so heiß muss das Wasser natürlich nicht aus eurem Duschkopf kommen) stellen – so tötet ihr alle Bakterien und Organismen ab, die sich im stehenden Wasser eures Boilers gebildet haben könnten.

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Tipp #5: einen Pflanzensitter beauftragen
Ihr sprecht manchmal mit euren Pflanzen oder erzählt eurem Tomatenstrauch auch gerne einmal einen unanständigen Witz, damit seine Früchte schön rot werden? Nein? Okay, wir auch nicht, wir haben nur für einen Freund gefragt. Nichtsdestotrotz haben es unsere kleinen und großen grünen Freunde verdient, auch während unserer Urlaubs-Abwesenheit etwas Zuneigung und vor allem Wasser zu bekommen. Um eure Wohnung so richtig urlaubsfit zu machen, solltet ihr deshalb keinesfalls vergessen, Nachbarn, Freunde oder jemanden aus der Familie mit einem Wohnungsschlüssel auszustatten und ihn mit der Pflanzenpflege zu beauftragen.
Unser oekostrom AG-Tipp: Bei der Gelegenheit kann eure florale Urlaubsvertretung auch gleich regelmäßig euren Postkasten leeren.

Tipp #6: Tipps auch im Büro beherzigen
Auch im Büro solltet ihr – zumindest ein paar – der ersten fünf Tipps befolgen. So ist es auch hier sinnvoll, alle Geräte und Netzteile abzustecken, die in eurer Abwesenheit nicht genutzt werden, eure Pflanzen noch einmal zu gießen und jemanden zum Büro-Pflanzensitter zu ernennen. Außerdem solltet ihr etwaige Branchenmagazine abbestellen oder zumindest einem Kollegen „vermachen“, bevor diese in eurer Abwesenheit im Eifer des Alltags verloren gehen oder entsorgt werden.

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Lukas Lindmeier ist Redakteur für 1000things und den oekostrom AG-Blog. Seinen Weg in die Arbeit bestreitet er für gewöhnlich mit den Öffis oder dem Rad. Außerdem trennt er gewissenhaft Müll, spart Energie und reduziert seinen Fleischkonsum. Und dafür schämt er sich ein wenig: Immerhin könne man noch so viel mehr für die Umwelt tun, sagt er. Was genau, erforscht Lukas in seinen Artikeln.