5 Dokumentationen, die dein Denken verändern

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28. September 2020: Der Herbst ist da und wie ließe sich die Zeit besser verbringen als eingekuschelt auf dem Sofa mit einer Tasse Tee und einer richtig guten Dokumentation? Gerade im Nachhaltigkeitsbereich gibt es eine Vielzahl an Dokumentationen, die wirklich zum Nach- und Umdenken anregen. Hier kommen meine Top 5 der Dokumentationen, die dein Denken verändern.

1. Die Plastikproblematik: Plastic Planet

Wir sind konfrontiert mit Prognosen wie im Jahr 2050 gibt es mehr Plastik als Fische in den Weltmeeren und Problematiken wie Plastikinseln in den Meeren, die größer sind als ganz Europa. Wir haben ein Plastikproblem. Das ist klar.
Wie Plastik zu einer globalen Bedrohung geworden ist, zeigt Regisseur Werner Boote in seinem investigativen Dokumentarfilm „Plastic Planet„. Er fragt, ob Plastik schädlich für unsere Gesundheit ist und wer eigentlich verantwortlich ist für die Müllberge in Wüsten und Meeren. Gleichzeitig versucht er zu ergründen, warum die Industrie nicht reagiert, wer bei der Plastikflut eigentlich gewinnt und wer verliert.

Mit Plastic Planet bekommt man einen umfassenden Überblick über das Problem Plastik, wird aufgerüttelt und trinkt hinterher sicher aus keiner Plastikflasche mehr.

Wo kann man es anschauen?
Ohne Geoblocking gibt es die Dokumentation bei der deutschen Bundeszentrale für politische Bildung. Alternativ findet man den Film auf YouTube.

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2. Die Fast Fashion Industrie: The True Cost

Ein Pullover oder eine Hose für weniger als 10 Euro, ein Hemd für 5 Euro – oft geht man in Kleidungsgeschäfte und ist begeistert, wie billig die neueste Mode bei uns zu haben ist. Doch wie kann es sein, dass Kleidung bei uns so wenig kostet? Wenn wir so wenig zahlen, zahlt jemand anderes dafür?

Die Antwort ist ja. Nicht nur die Arbeiter*innen, die unsere billige Kleidung herstellen, sondern auch unsere Umwelt zahlen den Preis, den wir nicht bereit sind auszugeben. „The True Cost“ schaut nicht nur hinter die Kulissen der Fast Fashion-Industrie, sondern zeigt berührende Einzelschicksale, die hinter unserer billigen Kleidung stehen.

Wo kann man es anschauen?
Online ab EUR 5,46, ebenfalls erhältlich als DVD oder Download.

3. Fleisch- und Fischindustrie: Cowspiracy: Das Geheimnis der Nachhaltigkeit

Was haben industrielle Viehzucht und die Agrarwirtschaft eigentlich mit Wasserverbrauch und Umweltverschmutzung zu tun? Wie viele Treibhausgase stoßen die weltweite Fleisch- und Fischindustrie aus? „Cowspiracy“ beleuchtet nicht nur Industrien, die mehr und mehr in der Kritik stehen, sondern konfrontiert auch führende Umweltschutzorganisationen. Dabei zeigt der Film gleichzeitig Alternativen für eine klimagerechte Ernährung.

Vorsicht: Die im Film genannten Zahlen stehen in der Kritik. Allerdings ändern sich nichts an der Kernaussage der Dokumentation: Wir essen unseren Planeten kaputt.

Wo kann man es anschauen?
Bei YouTube zu leihen oder zu kaufen oder auf Netflix.

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4. Lösungen für eine nachhaltigere Welt: Tomorrow

Tomorrow“ ist eine andere Art der Nachhaltigkeitsdokumentation: Auf Reisen durch zehn Länder werden verschiedene Projekte und Initiativen unter die Lupe genommen, die Lösungen aufzeigen. Hier gibt es keines der üblichen Weltuntergangsszenarien, sondern eine positive Betrachtung und das Gefühl, dass es für ein Umdenken noch nicht zu spät ist.⠀

Wo kann man es anschauen?
Zurzeit nur zum Kaufen erhältlich. Der Film erscheint aber immer mal wieder in Mediatheken von ORF, 3Sat oder ARD.

5. Bienensterben: More than honey

Keine Bienen, keine Bestäubung, kein Essen für uns. Wenn die Bienen aussterben, sterben auch die Menschen. Denn der Bedarf an Naturprodukten ruht auf den Flügeln der Bienen.

More than honey“ forscht nach den Ursachen für das Bienensterben. Im Zentrum der Dokumentation stehen dabei das Leben der Insekten, ihre Artenvielfalt, sowie ihr Wirken und ihre Auswirkungen auf uns.
Der Zusammenhang zwischen dem Mensch, der Biene und dem Klimawandel werden zwar dargestellt, der eigentliche Fokus des Films liegt aber ganz klar auf der Honigbiene. Ein bildgewaltiger Film, der Schicksale von der kleinen Imkerei bis hin zur industriellen Bienenzüchtung verfolgt.

Wo kann man es anschauen?
Die Dokumentation gibt es auf Amazon.

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Dokumentationen waren für mich der Beginn meiner Zero Waste Reise. Generell finde ich: Dokumentationen sind der beste Einstieg, um einen Überblick über ein bestimmtes Thema zu bekommen und sich dann intensiver mit der jeweiligen Thematik zu beschäftigen. Ein letzter Tipp: Um sich nicht zu überfordern, sollte man sich zwischen den Dokumentationen Zeit lassen und das Gesehene erstmal verarbeiten.

Lorraine Wenzel ist stellvertretende Geschäftsführung bei Zero Waste Austria. Außerdem gibt sie auf ihrem Blog tagessuppe.at Tipps für ein umweltbewusstes, möglichst müllfreies Leben. Bei Vorträgen und Veranstaltungen teilt sie ihre Erfahrungen rund um den Zero Waste-Lebensstil und die Arbeit des Vereins.