#stayhome: 6 Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Homeoffice

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20. April 2020: Das Homeoffice: Der einzige Ort der Welt, an dem sich Telefonkonferenzen mit Spontan-Nickerchen auf der Couch und das Hemd mit der Jogginghose vertragen. Aber verträgt sich das Büro in den eigenen vier Wänden auch mit der Umwelt? Wir zeigen euch, wie ihr für mehr Nachhaltigkeit im Homeoffice sorgen könnt.

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere – kein Wunder also, dass uns in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen aufgrund des Coronavirus die Umgewöhnung vom Büro auf das eigene Zuhause als Arbeitsstätte etwas überfordern kann. Für alle, die da beim täglichen Rotieren zwischen Schreibtisch, Couch und Küchentisch schon einmal ihre guten Vorsätze in Sachen Umweltbewusstsein vergessen, haben wir einige Tipps für Nachhaltigkeit im Homeoffice gesammelt.

1. Das Homeoffice ist ein guter Anfang
Das Büro in den eigenen vier Wänden bietet so einige Vorteile – an erster Stelle in Sachen Nachhaltigkeit steht dabei der ersparte Arbeitsweg. Immerhin nutzten im Jahr 2018 laut einer AK-Studie österreichweit 68 Prozent der Berufstätigen täglich das Auto, um an den Arbeitsplatz und wieder nach Hause zu gelangen. 14 Prozent der Österreicher nutzten für diesen Zweck öffentliche Verkehrsmittel – und die benötigen natürlich trotz aller Effizienz ebenfalls Energie, um betrieben zu werden. Energie, die bei der Arbeit im Homeoffice schlichtweg nicht anfällt. Das Büro zu Hause entpuppt sich also allemal als willkommene Alternative in puncto Nachhaltigkeit, denn immerhin zählt der Weg vom und zum Büro zu den größten Schadstoffverursachern eines durchschnittlichen Arbeitstages.

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2. Der Umweltsünder namens Kopiergerät
Unseren zweiten Tipp in Sachen Nachhaltigkeit im Homeoffice beginnen wir mit einem Fun Fact: Neben Bären und Wildkatzen gehören Kopiergeräte zu jenen Wesen, die Angst und Aggression meterweit gegen den Wind riechen können. Wie sonst erklären wir uns den Umstand, dass Drucker, Scanner und Co immer ausgerechnet dann in eine Schockstarre verfallen, wenn wir es am eiligsten haben? Aber Spaß beiseite: Auch im Homeoffice sind Kopiergeräte oder Drucker häufig nicht wegzudenken. Und da kann es schon einmal vorkommen, dass man im Eifer des Gefechts schneller auf den „Drucken“-Button klickt, als einem lieb ist. Überflüssig Ausgedrucktes kann zumindest als Schmierpapier für schnelle Notizen weitere Verwendung finden. Apropos Papier: Besonders umweltschonend ist Recycling-Kopierpapier, das mittlerweile kaum Qualitätsunterschiede zu herkömmlichem Kopierpapier aufweist. Zudem empfehlen wir nachfüllbare Tintenpatronen – damit entsteht nämlich (abgesehen vom Papier) kein Müll beim Drucken.

3. Nachhaltige Notizen sind gute Notizen
Schon vor Jahrzehnten erträumten sich Arbeits- und Sozialforscher ein „papierloses“ Büro: Den damaligen Prophezeiungen zufolge dürften wir in der Arbeit heute überhaupt gar kein Papier mehr kennen – die Realität sieht allerdings anders aus. Neben allerlei unnötigen Ausdrucken tendieren viele Bürohelden noch heute dazu, mit Post-its, Flipcharts und Notizzetteln halbe Wälder zu bekritzeln. Dabei landen die meisten spontanen Notizen innerhalb kurzer Zeit im Papierkorb. Unser Tipp: die altbewährte Tafel, auf der sich mit umweltfreundlicher Kreide jederzeit kritzeln und zeichnen lässt. Alternativ eignen sich auch Memoboards – für diese müssen allerdings laufend spezielle Whiteboard-Marker nachgekauft werden.

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4. Auch im Homeoffice: Sparen, Sparen, Sparen
Unsere nächste Empfehlung, wenn ihr auf Nachhaltigkeit im Homeoffice setzen möchtet, ist so einfach wie simpel. Trotzdem wird sie oftmals gekonnt ignoriert: Elektronische Geräte, die gerade nicht verwendet werden, sollten immer ausgeschaltet sein – anstatt lediglich in den Standby-Modus versetzt zu werden. Dafür ist eine Steckdosenleiste mit einem Schalter absolut empfehlenswert. Übrigens: Das Stromsparen bei der Bürotechnik beginnt schon beim Kauf. Hierbei sollte nämlich auf die jeweiligen Energieeffizienzklasse geachtet werden.

5. Selbst gekocht ist halb gespart
Gerade wenn ein stressiger Tag im Heimbüro ansteht, ist eine Bestellung beim Lieblingsrestaurant eine immerwährende Verführung, der man in Sachen Nachhaltigkeit im Homeoffice allerdings widerstehen sollte. Immerhin ernährt man sich durch das Selbstkochen nicht nur automatisch gesünder und bewusster, sondern spart außerdem Geld. Und obendrein müssen die Speisen nicht auch noch per Moped oder Auto zu euch transportiert werden. Unser Pro-Tipp: Gleich mehrere Portionen zubereiten und einen Vorrat im Gefrierfach anlegen – dann muss nicht jeden Tag groß aufgekocht werden. Und das spart folglich Energie.

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6. Platz nehmen und Strom sparen
Ein guter Arbeitsplatz sorgt nicht nur dafür, dass wir möglichst bequem und gelenkschonend mehrere Stunden arbeiten können, sondern ermöglicht es auch, Strom zu sparen. Daher sollte bei der Homeoffice-Platzwahl darauf geachtet werden, dass an diesem Ort möglichst lange Tageslicht herrscht. So kann eher auf elektrische Beleuchtung verzichtet werden. Und das schont nicht nur Geldbörse, sondern auch Umwelt.

Auf der Suche nach mehr Tipps, wie man den Alltag nachhaltig gestalten kann? In diesem Artikel findet ihr dazu Tipps. Und in diesem Artikel erklären wir, welche Hausbau-Projekte im optimalen Einklang mit der Umwelt stehen.

Lukas Lindmeier ist Redakteur für 1000things und den oekostrom AG-Blog. Seinen Weg in die Arbeit bestreitet er für gewöhnlich mit den Öffis oder dem Rad. Außerdem trennt er gewissenhaft Müll, spart Energie und reduziert seinen Fleischkonsum. Und dafür schämt er sich ein wenig: Immerhin könne man noch so viel mehr für die Umwelt tun, sagt er. Was genau, erforscht Lukas in seinen Artikeln.