#veganuary: Probier doch mal eine klimafreundliche Ernährung

veganuary_1; Foto: Lorraine Wenzel
Foto: Lorraine Wenzel

4. Januar 2021: Dein Jahresvorsatz lautet eine bessere Ernährung für dich und die Umwelt? Dann probier’s doch mal mit dem #veganuary. Hier kannst du dich einen Monat lang als Veganer*in versuchen und sparst so jede Menge C02 ein. Wie genau der #veganuary funktioniert und warum die vegane Ernährung gut fürs Klima ist, erklären wir im Artikel.

Was ist der Veganuary?

Veganuary kommt ursprünglich aus England und ist eine gemeinnützige Organisation und Kampagne, die weltweit Menschen dazu ermutigt, sich im Januar in der veganen Ernährung zu probieren. Im letzten Jahr fand die Kampagne zum ersten Mal auch auf Deutsch statt.

Um teilzunehmen, meldest du dich einfach mit deiner E-Mail-Adresse auf der Website an und bekommst täglich E-Mails mit Informationen für den Einstieg, Rezepte und Tipps für die vegane Ernährung, sowie Hintergrundwissen zugesendet.

Gleichzeitig läuft die Kampagne auf den sozialen Medien. So kannst du dich zusammen mit anderen täglich motivieren am Ball zu bleiben.  Du musst ferner nicht am 01.01. starten, sondern kannst selbst entscheiden, wann dein veganer Monat beginnt.
Übrigens haben bis jetzt schon über eine Million Menschen aus 192 Ländern mitgemacht und es werden stetig mehr.

veganuary_4; Foto: Lorraine Wenzel
Foto: Lorraine Wenzel

Auch Unternehmen sind Teil der Kampagne

Veganuary zeigt nicht nur dir, wie du dich 31 Tage lang vegan ernährnst, sondern arbeitet auch mit Unternehmen zusammen. “Im Januar 2020 haben 600 Unternehmen den Veganuary beworben und genutzt um mehr als 1200 neue vegane Produkte und rein pflanzliche Optionen auf Speisekarten einzuführen,” so ein Statement auf der Website der Organisation. Hier geht es darum, pflanzliche Alternativen für die gesamte Bevölkerung leicht zugänglich zu machen.

Zusätzlich gibt es die Veganuary Workplace Challenge, bei der Unternehmen zum Beispiel in den Kantinen einen Monat lang vermehrt vegane Optionen anbieten.

Die Frage ist: Lohnt sich der ganze Aufwand? Kann man mit einer rein pflanzlichen Ernährung wirklich das Klima retten?

Veganer*innen sparen zwei Tonnen Co2 ein

Eine Million Menschen haben sich bisher für den Veganuary registriert und das hat große Auswirkungen auf Klima- und Umwelt. So konnten von 2014 bis heute nach Berechnungen von  Dr. Helen Harwatt vom Animal Law and Policy Program der Harvard University 103 840 Tonnen CO2-Äquivalent eingespart werden. Das entspricht fast 15 000 Umrundungen der Erde mit dem Auto. Gleichzeitig konnten etwa 6,2 Millionen Liter Wasser eingespart werden. Genug Wasser, um eine halbe Million Mal die Toilettenspülung zu betätigen oder 17,6 Millionen Tassen Kaffee oder Tee zuzubereiten. Aber warum spart die vegane Ernährung so viele Ressourcen?

veganuary_3; Foto: Veganuary
Foto: Veganuary

Weniger Fläche = weniger Treibhausgase

Pro Kopf und Jahr produzieren die Österreicher*innen  durchschnittlich 9,4 Tonnen Treibhausgase. Mit einer veganen Ernährung verringert sich die Bilanz um bis zu zwei Tonnen jährlich, so der Spiegel.  Woran liegt’s?

Bei der Herstellung von pflanzlichem Essen wird wesentlich weniger Agrarland beansprucht, die Flächen gehen an die Natur zurück, wo dann zum Beispiel Bäume wachsen, die Kohlendioxid binden.

Zusätzlich verbraucht eine omnivore Ernährung, also eine Ernährung mit tierischen Lebensmitteln, viel Energie, Rohstoffe und vor allem auch Wasser. Die Bilanz ist bei der veganen Ernährung deutlich geringer.

Eine Ernährung ohne tierische Produkte hat also einen positiven Effekt aufs Klima, aber gibt es noch weitere Faktoren, die für Veganismus sprechen?

Weitere positive Effekte der veganen Ernährung

Wusstest du, dass du als Veganer*in auch das Risiko für Bluthochdruck und zu hohes Cholesterin eindämmst?

Hohe Cholesterinwerte können zu Herzkreislauferkrankungen und in weiterer Folge zum Schlaganfall oder Herzinfarkt führen. Einer der Gründe für zu hohes Cholesterin können tierische Fette sein. Zusätzlich leiden Veganer*innen weit weniger oft an Übergewicht, was sich positiv auf das Risiko für Bluthochdruck oder Diabetes auswirkt. Eine pflanzliche Ernährung ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für deine Gesundheit.

Als Veganer*in schützt du außerdem das Tierwohl. Wer nicht zur Massentierhaltung oder Kühen in Dauerschwangerschaft beitragen möchte, liegt mit dem Verzicht auf Tierisches goldrichtig.

Es muss nicht ganz oder gar nicht sein

Die Pros einer veganen Ernährung für dich und die Umwelt kennst du jetzt. Trotzdem fragst du dich, wie du ein Leben lang auf Käse und Co. verzichten musst? Musst du nicht. Genau dafür ist der Veganuary da. Hier kannst du dich 31 Tage an die pflanzliche Ernährung herantasten und hinterher schauen, was für dich passt oder eben auch nicht. Jeder vegane Tag, jede vegane Mahlzeit hat einen positiven Effekt auf dich, den Tierschutz und die Umwelt.

Lorraine Wenzel ist stellvertretende Geschäftsführung bei Zero Waste Austria. Außerdem gibt sie auf ihrem Blog tagessuppe.at Tipps für ein umweltbewusstes, möglichst müllfreies Leben. Bei Vorträgen und Veranstaltungen teilt sie ihre Erfahrungen rund um den Zero Waste-Lebensstil und die Arbeit des Vereins