Mit diesen 4 österreichischen Unternehmen kannst du deine Sportvorsätze nachhaltig verfolgen

Sport1

14. Jänner 2022: Neues Jahr, neuer Sportvorsatz? Damit du nicht nur voller Elan, sondern auch nachhaltig in dein Sportprogramm 2022 startest, stelle ich dir 4 österreichische Unternehmen vor, die ökologisch produzieren. So werden nicht nur deine Vorsätze nachhaltig gefestigt, sondern auch Kleidung und Equipment umweltschonend hergestellt.

Gerade an Sportkleidung – und equipment werden hohe Ansprüche gestellt: Sie müssen wasserabweisend, atmungsaktiv und besonders leicht sein. Um eben diesen Ansprüchen zu genügen, werden Kunstfasern und Chemikalien eingesetzt. So ist die Kleidung zwar praktisch, mit Nachhaltigkeit hat das aber wenig zu tun.

Mittlerweile gibt es neben konventionellen Anbieter*innen auch jede Menge nachhaltige Hersteller*innen, die nicht nur auf die Wahl der Materialien achten, sondern denen auch faire Arbeitsbedingungen und Umweltschutz am Herzen liegen.

In diesem Artikel werde ich mich besonders auf kleinere österreichische Unternehmen fokussieren, weitere tolle Listen mit nachhaltiger Sportmode findest du zum Beispiel bei Utopia.

Was ist nachhaltig an nachhaltiger Sportmode?

Die Sportanbieter*innen, die die ich dir hier vorstelle, produzieren alle ausschließlich in Europa. So werden ausbeuterische Arbeitsverhältnisse, wie sie zum Beispiel in Asien an der Tagesordnung sind, umgangen.

Außerdem gelangen im Normalfall bei der Produktion keine giftigen Chemikalien in die Umwelt, weil das Abwasser ordentlich gereinigt werden muss, schreibt das Team von Utopia.

Zusätzlich achten die vorgestellten Unternehmen auf die Materialien, die in ihrer Sportkleidung oder ihrem Equipment zum Einsatz kommen. Bei diesen wird zwischen Naturmaterialien und Kunststoff unterschieden. Natürliche Materialien sind zum Beispiel Bio-Baumwolle, Bambus, Hanf oder auch faire Wolle. Gerade wenn es sich um Funktionskleidung handelt, kommen unter anderem recyceltes Nylon, Polyester oder Meeresplastik zum Einsatz.

Nachhaltige österreichische Sportartikel-Hersteller*innen

1. Fitico Sportswear
Ein Großteil des Plastikmülls in den Ozeanen besteht aus alten Fischernetzen. Jedes Jahr landen ca. sechs Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer. Etwa die Hälfte davon besteht aus sogenannten Geisternetzen, die entweder im Meer entsorgt wurden oder verloren gegangen sind. ​Fitico Sportswear verwandelt diese alten, ausgedienten Fischernetze in stylische Yogakleidung.

Um die Fasern herzustellen, werden Netze und anderer Plastikmüll eingesammelt, geschreddert und eingeschmolzen. Daraus entsteht die Recycling-Nylonfaser Econyl®. Diese ist  antibakteriell, schweißabweisend, atmungsaktiv, schnelltrocknend und geruchsneutral.

Fitico Sportswear wird in Österreich designt und fair produziert in Portugal.

Wo bekommst du es?Online, im Webshop von Fitico selbst, aber auch bei den großen nachhaltigen Onlinestores wie Beeanco und Avocadostore. Eine Liste des stationären Handels, die die nachhaltige Sportswear verkaufen, findest du auf der Homepage von Fitico.

2. Alpgoat
Alp Goat stellt Hochleistungs-Sport-Shirts aus 100 % Naturfasern her. Das Unternehmen verwendet eine Kombination aus Kaschmir und Baumwolle, um auf chemische Weichmacher und formgebende Stoffe, wie Elasthan, zu verzichten.
In den Shirts findet sich also keinerlei Kunststoff, womit auch kein Mikroplastik beim Waschen ins Abwasser gelangen kann.

Zusätzlich achtet Alp Goat auf eine Reduzierung des Verpackungsmülls, denn gerade die Verpackungsberge sind in der Bekleidungsindustrie enorm.  So werden die Pflegehinweise direkt auf den Stoff der Shirts gedruckt. Außerdem werden die Shirts in Beutel aus maritim kompostierbarem Biokunststoff verpackt, der sich auf dem Komposthaufen abbauen lässt.
Produziert werden die Shirts des Wiener Unternehmens in Portugal.

Alpgoat
Foto: Alpgoat

Wo bekommst du es?
Online, im Webshop von Alp Goat oder im Showroom in der Museumstraße 28 in Innsbruck.

3. Montreet
MONTREET ist ein 2018 gegründetes österreichisches Sportmodelabel, das sich der Kreislaufwirtschaft verschrieben hat und an unterschiedliche Aspekte der Nachhaltigkeit anknüpft.

Zum einen befreit auch MONTREET das Mittelmeer, zusammen mit Partner*innen, von alten Fischernetzen, um daraus Kleidung herzustellen. Zum anderen setzt das Label auf Reparatur und Langlebigkeit und auch das Leihen von Sportkleidung ist eine Option.

Zusätzlich wurden Zero Waste Produkte entwickelt: Accessoires, passend zu den jeweiligen Sportarten, die aus Zuschnittresten, die zum Beispiel bei der Großproduktion von Jacken und Hosen entstehen.

Foto: Montreet
Foto: Montreet

Wo bekommst du es?
Im Webshop von MONTREET oder im stationären Handel in Wien.

4. Nice to meet me
Nice to meet me stammt aus Linz und hat sich auf activewear, also auf nachhaltige Yoga- und Trainingsbekleidung spezialisiert. Hergestellt wird die Kleidung zu fairen Bedingungen in Europa, designt wird in Österreich.  Die verwendeten Materialien bestehen aus  Bio-Baumwolle, Tencel®  oder recyceltem Polyester. Dabei sind alle Stoffe aus Kunstfasern giftfrei gefärbt oder bedruckt.

Wo bekommst du es?
Im Onlineshop von Nice to meet me, sowie im Yogastore in Wien oder Linz.

Neben nachhaltiger Sportkleidung, kann natürlich auch das Equipment zum Thema werden. Die umweltschonendste Alternative ist es, Dinge zu nutzen, die sich sowieso schon im Umlauf befinden. Schau also auf Plattformen wie willhaben, ob du das gewünschte Teil nicht Second Hand bekommst. Gerade nach Weihnachten findest du hier oft unbenutztes und neues Equipment.

Ansonsten gibt es zum Beispiel österreichisches nachhaltiges Yoga-Equipment beim Wiener Unternehmen Lotuscrafts.

Lorraine Wenzel ist Geschäftsführung bei Zero Waste Austria. Außerdem gibt sie auf ihrem Blog tagessuppe.at und ihrem Instagaram Account Tipps für ein umweltbewusstes, möglichst müllfreies Leben. Bei Vorträgen und Veranstaltungen teilt sie ihre Erfahrungen rund um den Zero Waste-Lebensstil und die Arbeit des Vereins.